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Bei Outdoor-Bekleidung und Textilien steht die Funktion im Vordergrund

Outdoortextilien: Zwischen Massenmarkt und Spezialisierung - Im Fokus der Branche: Klimakomfort, Hybridität und Funktionalität

Der mit Abstand größte Teilbereich des Outdoormarktes ist die Bekleidung. Funktionstextilien sind beliebt. So beliebt, dass auch Workwear- und Fashion-Designer ihre Kollektionen in der freien Natur fotografieren. Outdoor-Bekleidung zeichnet sich aber durch eines aus: Funktion. Und hier geht die Branche weiter voran. Auf der OutDoor 2015 (15. bis 18. Juli) in Friedrichshafen präsentieren die führenden Hersteller ihre Innovationen für die kommende Saison.


Der Erfolg von Outdoor-Bekleidung ist im Alltag sichtbar. Pendlerzüge, Fußgängerzonen, Shopping Center und Universitäten sind, neben Bergwelt, Mittelgebirge und Küstenpfaden, die Laufstege der Industrie. Softshells, bergtaugliche Membranjacken oder Reisebekleidung werden gerne im Alltag getragen. Manchmal muss man allerdings genauer hinschauen, denn nicht alles, was nach Funktionsbekleidung aussieht; ist auch welche. Immer mehr Bekleidungssparten greifen auf die Outdooroptik zurück, ohne nachhaltige Funktion in ihre Bekleidung zu übernehmen. Workwear und Fashion kopieren die Optik von hochwertigen 2-Lage Daunenjacken, setzen auf Softshell-Imitatstoffe und werben mit Wind- und Wasserdichte.


Outdoor-Monturen müssen funktionieren. Das ist unerlässlich für das Image einer Firma, aber auch für den Verbraucher, der sich auf kleiner und großer Tour auf seine Bekleidung verlässt. Auf der diesjährigen OutDoor steht Klimakomfort im Fokus. Wichtig ist hier die Oberflächenbehandlung der Laminate oder Stoffe. In diesem Bereich präsentieren sich gleich zwei Neuheiten. Aus der Tschechischen Republik kommt ‘Hydrophobic Extreme’. In enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Liberec hat die Firma ‘Nanomembrane’ eine Ausrüstung auf Nanoebene entwickelt, die nicht nur Wasser abweist, sondern auch Öle und Schmutz vom Oberstoff abhält. ‘Hydrophobic Extreme’ wird trocken verarbeitet und spart dabei Wasser und Energie ein. Umgesetzt wird die Technologie von den beiden tschechischen Outdoormarken Direct Alpine und Tilak. Ebenfalls auf der Materialebene forscht die belgische Firma ‚Europlasma‘. Sie hat sich der Ionen-Behandlung angenommen und diese auf eine wirtschaftliche Verarbeitungsstufe gestellt. So ist es möglich, Stoffe von der Rolle zu ionisieren, was den Einsatz der Technologie universeller und schneller macht. ‘Europlasma’ spricht von "überragenden Trocknungszeiten von sechs Sekunden" nach einem Tauchbad. "Mitdenken” soll die Innovation von Thermore. Peter Mügge, Verkaufsleiter Deutschland, spricht von einer intelligenten Bauschfaser, die sich den Temperaturbedingungen anpasst und so die richtige Wärme zu jeder Aktivität speichert.


Hybridität, also die Verbindung unterschiedlicher Stoffe und Materialien, Leichtgewicht und Vielseitigkeit sind ebenfalls wichtige Themen. Der Daunenspezialist Yeti zeigt erstmals eine Jacken-Kollektion, die Daunen mit Wolle kombiniert. Die Wolle wird dabei am Rücken eingesetzt, um die dort entstehende Feuchtigkeit besser ableiten zu können, während die Frontseite weiterhin mit hochwertiger Daune gefüllt ist. Die baskische Firma Ternua interpretiert Hybridität zweilagig. Sie kombiniert windfestes extrem leichtes Pertex im Frontbereich mit einem Grid-Fleece auf der Innenseite und einem elastischen, hochatmungsaktiven Rücken zu einer idealen Jacke für schweißtreibende Aktivitäten. Ein wahrer Dauerbrenner ist das Thema Lightweight. Montane hat das Gewicht einer absolut wasserdichten und atmungsaktiven Jacke noch weiter gegen null verschoben. Mit 140 Gramm ist die 'Minimus 777 Jacket’ eine vollwertige wasserdichte Jacke. Vielseitigkeit zeigt die "Fran Zip-Off Jacket" von The North Face: Aus einer langen Manteljacke mit viel Schutz lässt sich eine luftige Kurzjacke machen, indem der "Rock” abgetrennt wird. Montbell bietet das Pendant für Herren; aus der ‘Convertible Rain Jacket’ ensteht ein luftiges T-Shirt. Die Inspiration für diese Jacke kommt aus der Ultraläuferszene.

Auch der Extrembereich kann mit Neuheiten glänzen. Mammut hat mit dem ‘Nordwand Pro HS Suit’ einen Gore-Tex 3-Lagen Overall entwickelt, der gut sitzt und alle Bewegungen mitmacht. Wer extrem reist, sollte zur neuen Craghoppers ‘NosiLife Adventure Jacket’ greifen. Diese Jacke hat nicht nur einen integrierten, dauerhaften Insektenschutz sondern auch RFID geschützte Taschen, um Datendiebstahl zu verhindern.

Die OutDoor 2015 ist von Mittwoch, 15. Juli bis Samstag, 18. Juli nur für den Fachhandel geöffnet (Mittwoch bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr).


Eine Extra-Portion OutDoor-Feeling bietet: www.facebook.com/OutDoor.Show.

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