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Der Outdoor-Handel im Wandel von 20 Jahren

03.07.2013
Als die OutDoor-Messe vor 20 Jahren gegründet wurde, hatte das auch Auswirkung auf die kleinen Outdoor-Spezialisten

Friedrichshafen - Outdoor ist heute ein gesellschaftlicher Trend. Wandern und Radfahren sind die gängisten Sportarten in Deutschland. Sogar Funktionsbekleidung ist akzeptiert, chic und zum Imagefaktor für den Träger geworden. Als vor 20 Jahren die OutDoor-Messe gegründet wurde, war das noch anders. Outdoor war ein Randthema und viele Läden dazu waren klein, dunkel, aber faszinierend. Das Abenteuer fing bereits beim Einkaufen an.

Vom 11. bis 14. Juli 2013 feiert die Fachmesse OutDoor in Friedrichshafen ihr zwanzigstes Bestehen. Dass die Branche und die Fachmesse einen solchen Erfolg hinlegen würden, war zu Begin der 90er Jahre nicht vorauszusehen. Andreas Bartmann, geschäftsführender Gesellschafter Globetrotter GmbH, bringt es auf den Punkt: "Die Messe hat dazu beigetragen, unsere Branche aus dem Schatten der Sportartikelindustrie heraus zu holen und ihr ein klares Profil gegeben - und dies nicht nur national sondern auch international."

Noch in den 80er Jahren war Outdoor ein Outsider-Thema. Es bestand für den Großteil der Bevölkerung aus abenteurlichen Reisen jenseits der eigenen Möglichkeiten. Was in den USA bereits als Backpacker benannt war, stand in Deutschland für Aussteigertum. Langhaarige, die noch nicht bereit waren, Konventionen einzuhalten. Mitleidig wohlwollend verwies man darauf, dass sie kein Geld hätten. Lange Reisen durch fremde Kontinente, ereignisreiche Wüstendurchquerungen, Dschungeltouren zu Eingeborenenstämmen oder Survival in einsamste Gegenden der Welt. Der bürgerliche Teil der Bevölkerung lauschte begeistert den Diavorträgen. Aber selber so unterwegs sein? "Nie! Uns geht’s doch gut genug für einen richtigen Urlaub."

Die Läden dazu wurden von den Aussteigern geführt, wenn sie mal nicht auf Tour waren. Die Lagen: Fernab der Fußgängerzonen, in Studentenecken der Städte. Ikea-Regale, Holztheken Marke Eigenbau waren die Einrichtungen. Dazu klein, eng und dunkel und voll gestopft mit Waren. Wenn man dort einkaufte, musste man damit leben, von wildfremden Menschen permanent geduzt zu werden. Das erstaunlichste aber: Die Verkäufer in den Läden kannten sich aus, hatten alles selbst getestet und erklärten die Produkte. Es konnte sogar sein, dass man als Kunde unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wurde, um noch mal eine Nacht darüber nachzudenken, was man denn jetzt brauche. Allein Einkaufen war ein Abenteuer.

20 Jahre später. Aus den kleinen Randlagengeschäften sind große, helle Läden, in 1a- oder 1b-Lagen im Stadtzentrum geworden. "Mit der Professionalisierung der ganzen Branche hat sich auch das Aussehen unseres Ladens komplett verändert. Wir haben in den letzten 30 Jahren eine ganze Reihe von Umbauten und Umzügen hinter uns,” beschreibt Ekkehard Brahm, geschäftsführender Teilhaber von Sack&Pack aus Düsseldorf den Werdegang seines Ladens. Und Kollege Daniel Heydinger von der Unterwegs-Gruppe aus Wilhelmshaven bestätigt: "Wir verkaufen neben den klassischen und immer noch sehr wichtigen Kernproduktgruppen natürlich ebenfalls im modischen Sektor. Diese Erweiterung hat den Outdoorladen mit Sicherheit auch für andere Zielgruppen interessant gemacht und bringt Kundschaft in die Läden die zuvor wenig Berührungspunkte mit Outdoor hatten.

Outdoor ist heute ein gesellschaftlicher Trend. Rausgehen, die Natur genießen eine Alternative zum stressigen Alltag. Outdoor-Bekleidung ist angesagt, vermittelt den Traum von Freiheit und dient als Imageträger. Funktionsjacken werden sogar von Menschen getragen, die beim Regen immer noch einen Regenschirm nehmen und die Zeit ihres Lebens nie ein Zelt von innen sehen werden. Oudoor ist Style. Manfred Bachmann, Inhaber von Ergo in Wiesbaden hat den Wandel seit über 25 Jahren selbst erlebt. Er weiß aber auch, dass es eine Momentaufnahme sein kann. "Die neue Outdoor Casualwear ist sichtbarer Ausdruck einer veränderten offenen Gesellschaft in der formale Konventionen - Anzüge, Hierarchien, Strukturen - überwunden wurden. Heute sehen wir einen erwachsenen Markt und man darf gespannt sein, ob die kommende Generation die gleichen Werte und Ideale hat und dann auch die gleichen Produkte kauft.”

Die OutDoor 2013 ist von Donnerstag, 11. bis Sonntag, 14. Juli nur für den Fachhandel geöffnet (Donnerstag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr). Weitere Informationen unter: www.outdoor-show.com.

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